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Lebenshilfe Rottweil Aktion Mensch
Renovierung und Modernisierung der Lebenshilfe-Werkstatt Saline


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Lebenshilfe-Werkstatt gleicht Großbaustelle

Die Lebenshilfe-Werkstatt Saline ist gerade mal 15 Jahre alt. Dennoch gleicht sie zur Zeit einer Großbaustelle. Die Arbeiten zur Erweiterung und Modernisierung sind in vollem Gange. Parallel dazu läuft der eigentliche Betrieb der Werkstatt für behinderte Menschen uneingeschränkt weiter.

Der demografische Wandel, der konjunkturelle Abschwung, der besonders die Werkstätten für behinderte Menschen trifft und  neue Auffassungen des gesellschaftlichen  Miteinanders erfordern beim Ortsverein der Lebenshilfe ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft. Die sich nun abzeichnende bauliche Konzeption des Architekten Jürgen Bauer für ein umfangreicheres Raumangebot und damit besseren Nutzungsmöglichkeiten ist die Antwort auf die Rahmenbedingungen, die sich rasant verändern. In den neu geschaffenen Räumen soll die Tagesbetreuung von älteren Menschen, die nicht mehr arbeiten, durchgeführt werden. Damit haben sie ihren Lebensraum weiterhin im unmittelbaren Umfeld ihrer ehemaligen Kollegen. Künftig steht ein großzügiger Mehrzweckraum für arbeitsbegleitende Maßnahmen, wie zum Beispiel Gymnastik oder anderen Bewegungsangeboten, zur Verfügung. Dieser Raum kann den erweiterten Speisesaal variabel ergänzen. Somit entsteht ein  architektonisch attraktiver Saal, der nicht nur für eigene Veranstaltungen bestens genutzt werden kann. Es ist beabsichtigt, den Saal öffentlich zur Nutzung für Feste, Feiern und sonstige Veranstaltungen anzubieten und sich damit der Bevölkerung zu öffnen. Selbst an ein Catering ist in diesem Falle gedacht. Neue Lagerräume werden zukünftig auch die Arbeitsabläufe vereinfachen. In den freiwerdenden Räumen sollen Arbeitsplätze im Bereich der Aktenvernichtung entstehen. Im Zeitalter der Digitalisierung ist das ein interessantes Geschäftsfeld, gerade in einer Behörden- und Schulstadt wie Rottweil. Nicht zuletzt möchte man dem „Inklusionsgedanken“ Rechnung tragen. Das bedeutet, dass man dahin kommen muss, dass Menschen mit Behinderungen als ganz selbstverständliche Mitglieder der Gesellschaft behandelt werden. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist die neue Namensgebung für die Werkstatt. Nach dem kürzlich erfolgten Beschluss der Mitgliederversammlung gehen die Menschen nun in der „Lebenshilfe-Werkstatt Saline“ zum Arbeiten. Mit der Einweihung im Frühjahr 2010 soll sich auch ein Namengebungsfest verbinden.

Die Mitglieder des Vorstandes und der Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH, Klaus-Dieter Geißler, zeigten sich vom baulichen Zustand angetan. Der Vorsitzende, Frank Weniger, resümierte: „Mit der Realisierung dieses Konzeptes können wir den derzeitigen Herausforderungen sehr gut begegnen. Ziel der Bestrebungen muss es aber sein, den sich abzeichnenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen einen Schritt voraus zu sein. Das verlangt weiterhin eine hohe Innovationsbereitschaft von allen Beteiligten. “

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